Frühling in der Landwirtschaft, arbeitsintensiv aber wunderschön

Wenn alles wieder grün wird, das Gras wächst und die Bäume blühen, bricht eine arbeitsintensive Zeit für den Landwirt an. Egal ob die Äcker bestellt werden müssen oder das Grünland vorbereitet. Wiesen abreiben, Zäune reparieren, Futtergras mähen etc. Das Vieh will endlich wieder auf die Weide und wer die Weiden nicht gerade direkt am Stall hat, muss es entweder mit dem Hänger auf die Weide fahren oder wenn möglich treiben. So auch auf dem Hausberghof. Am Freitag den 9. Mai war es auch bei uns soweit. Nachdem die Weide und der Zaun kontrolliert  und die Wassertränke installiert war, ging es los. Mit Hilfe der Nachbarn, die die Strasse absperrten, trieben wir die Rinder auf die Sommerweide, wo sie jetzt bis Ende November die Freiheit genießen können. Nur unser Zuchtbulle und 4 Jungrinder mussten noch bleiben. Die Jungrinder kommen auf einen andere Weide und der Zuchtbulle zu neuen Aufgaben an einen anderen Aubrac-Züchter.

Zuchtbulle Testarossa vererbt nun in einer neuen Herde

Acryl-Gemälde Zuchtstier Testarossa
Acryl-Gemälde Zuchtstier Testarossa

Nachdem er nun 5 Jahre bei uns war und wir etliche weibliche Nachkommen von ihm haben, wurde es Zeit für einen Blutwechsel, damit wir keine Inzucht erhalten. Zum Schlachten viel zu schade, verkauften wir ihn an einen anderen Züchter, damit er auch dort seine hervorragenden Eigenschaften vererben kann. Erst war er etwas sauer und missgelaunt, dass seine Kühe ohne ihn auf die Weide kamen. Ich machte mir schon Gedanken, wie wir ihn ohne Probleme verladen könnten. Schließlich ist es nicht ungefährlich einen älteren Zuchtbullen der zwar sehr brav, aber nicht führig ist, zu verladen. Aber es funktionierte wie von selbst. Er schien zu merken, dass ihm nichts passiert und marschierte von alleine auf den Viehtransporter. Alles in Ruhe und ohne Hektik. Vielleicht könnt Ihr Euch vorstellen, wie erleichtert ich war, dass alles so reibungslos ablief.

Schafschur und Sommerweide auch für unsere Schafe

Schafschur
Schafschur

Auch bei den Schafen war es nun höchste Zeit, dass sie auf die Sommerkoppel sollten. Wir warteten nur noch die Schafschur ab. Am Samstag, den 17. Mai wurde die Herde geschoren und letzten Montag ging es mit dem Hänger auf die Weide. Gleichzeitig wurden nun die Jungböcke abgesetzt und von der Herde getrennt. Warme Sonnenstrahlen und ein üppiges Grün unter den Obstbäumen, so begann für die Schafherde der erste Tag auf der Weide.

Erster Nachwuchs bei den Sulmtaler Hühner

Sulmtaler Naturbrut
Sulmtaler Naturbrut

Vor 14 Tagen sind die ersten 6 Küken aus der Naturbrut  geschlüpft und marschieren zusammen mit der Glucke schon munter im Freien herum. Weitere 3 Hennen sind noch am brüten und bald erwarten wir auch dort den nächsten Nachwuchs. Nicht umsonst heißt es im Volksmund: “ Wenn der Holunder blüht, legen die Hennen nicht mehr“  Wir merken das jedes Jahr um diese Zeit. Durch das Brüten bleiben uns natürlich wesentlich weniger Eier zum eigenen Verbrauch.

Neuer Weideabschnitt für unsere Turopolje-Schweine

Schweine-Weide neuer Abschnitt
Schweine-Weide neuer Abschnitt

Unsere Turopolje-Schweine können sich über einen neuen Weideabschnitt freuen. Auch wenn die Schweineweide nicht lange so ausschaut wie auf dem Foto, sondern in ein paar Wochen eher einem Acker gleicht. Aber nun wird gegrast, gewühlt und umgegraben. Durch die verschieden Parzellen in der Schweineweide wird der Kot-Druck gemindert und die einzelnen Flächen können sich wieder regenerieren.

 

Aus dem Garten wird schon seit mehreren Wochen der erste eigene Salat, Radieschen, verschiedene Kräuter und Kohlrabi geerntet, die nächsten Tage gibst die ersten Erdbeeren und die Rosen fangen an zu blühen.  Rhabarber wurde bereits zu Konfitüre und Kompott verarbeitet. Sämtliche Kälte- empfindliche Pflanzen wie Paprika, Auberginen, Tomaten und Gurken wurden nun auch gepflanzt. Der Frühling ist eine wunderschöne Jahreszeit.

Ein Gedanke zu „Frühling in der Landwirtschaft, arbeitsintensiv aber wunderschön“

  1. Vielen Dank für diesen Bericht! Gerade wir Städter lernen wieder ein Stück dazu in der gesamten Wertschöpfungskette, die letztendlich in WERTSCHÄTZUNG der hier geleisteten Arbeit und die Möglichkeit an gute und wertvolle Lebensmittel zu kommen, bedeutet.

    Im Auftrag der Genussgemeinschaft Städter und Bauern wünsche ich viel Erfolg und gutes Gelingen auf Feld und Flur! Wir freuen uns aufs Wiedersehen!

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