Jahresrückblick 2015 Biohof Hausberg

Als erstes möchte ich allen unseren Kunden, Freunden und Bekannten ein Glückliches Neues Jahr 2016 wünschen, sowie Gesundheit und Zufriedenheit.

Gleichzeitig bedanke ich mich bei allen für das entgegengebrachte Vertrauen in unsere Arbeit sowie die Unterstützung unseres Konzeptes der biologischen, kleinzelligen Landwirtschaft. Ein sehr arbeitsreiches, aber auch erfolgreiches Jahr ging zu Ende.

Was hat sich 2015 alles verändert?

Auf Grund der Berichterstattungen in Fernsehen, Rundfunk und Zeitung konnten wir unsere Bekanntheit erweitern und uns über zahlreiche neue Kunden freuen. Daraus ergab sich eine  Zusammenarbeit mit einem weiteren Biohof. Nachdem wir mit dem Reisner-Hof in Rotthalmünster ja bereits seit längerem zusammen arbeiten, kam nun der „Nachbarhof“ von Alois und Martina Egger dazu.

Alois und Martina Egger
Alois und Martina Egger

Martina und Alois haben ihren „Nachbarhof“ ( Hofname)  2001 auf ökologischen Landbau umgestellt und bewirtschaften im Nebenerwerb ca. 24 ha. Bisher mit Mutterkuhhaltung, Mastochsen sowie Getreideanbau als Konsumware und Futterpflanzen. Der Hof liegt in Amsham bei Bad Griesbach und ist ca. 18 km von uns entfernt. 2015 konnten wir die Eggers für unser Konzept, dem Schweine-Leasing begeistern und so konnten wir unser Netzwerk “ Schweine-Leasing“ erweitern. Inzwischen ziehen sie in 2 Gruppen ca. 40 bis 50 Leasing-Ferkel  in Freilandhaltung für uns auf.

Unsere Ferkel bei Eggers
Unsere Ferkel bei Eggers

Dadurch konnten wir die Anzahl unserer Zuchtsauen von 2 auf 5 erhöhen. Damit bestätigt sich unsere Einstellung einer  Zusammenarbeit von kleinen Höfen, an Stelle von  Konkurrenz-denken. Für Alois und Martina ergab sich ein neuer Betriebszweig und für uns die Möglichkeit, mehr Kunden für das Schweine-Leasing gewinnen zu können. Eine Win-Win Situation für beide Höfe.

Die Jausenstation auf dem Biohof Hausbergcropped-DSCF2496.jpg

Ende Mai 2015 starteten wir auch unsere Jausenstation, in der Wanderer, Radfahrer und Besucher unseres Bio-Hofes eine kleine Brotzeit einnehmen  oder sich mit Bio-Getränken erfrischen können. Auch wenn dieser Betriebszweig noch ausbaubar ist, so ergeben sich im Rückblick sehr positive Aspekte in der Kundengewinnung sowie dem Verständnis und der Begeisterung für die kleinzellige, bäuerliche Landwirtschaft.

Nachdem unsere Gäste mit einer gemischten Brotzeitplatte unsere verschiedenen luftgetrockneten Specksorten vom Turopolje-Schwein kennen lernten, ergab sich auch mancher Einkauf.  Aber nicht nur die Specksorten, auch die Bratwürste vom Grill und das Bio-Bier von der Schlossbrauerei Stein fanden regen Zuspruch. Und durch eine kleine Hofführung konnten wir manchen Gästen die bäuerliche Bio-Landwirtschaft näher bringen, sowie neue Kunden gewinnen.

2015 – ein trockener und heißer Sommer

Was für Urlauber und Badenixen von großem Vorteil war und Begeisterung für das schöne Wetter auslöste, war für die Landwirtschaft alles andere als ein Segen. Einbußen in der Futterernte und zusätzliche Arbeit durch die Zufütterung auf der Weide, das hieß auch gleichzeitig erhöhter Verbrauch der ohnehin knappen Futterbestände für das Vieh. Selbst die Weihnachtsgänse mussten auf der Weide mit frisch gemähtem Gras und Hafer zugefüttert werden, weil nichts mehr gewachsen ist. Bei fast gleichen Erntekosten für das Heu (mähen, kreiseln , schwadern und pressen) lag der Ertrag  gerade beim 2. oder 3. Schnitt nur bei einem Drittel der normalen durchschnittlichen Jahres-Ernte.

Rinder-Leasing

Sehr erfreulich entwickelte sich im Jahr 2015 auch das Rinder-Leasing, das immer mehr Zuspruch findet. Trotz der größeren Fleischmenge im Gegensatz zum Schweine-Leasing finden sich immer mehr Kunden, die sich zusammen schließen und gemeinsam ein Kalb leasen. Ein eigenes Kalb zu besitzen , zu sehen wie es wächst und artgerecht aufgezogen wird, stärkt das Verständnis für die kleinzellige bäuerliche Landwirtschaft. Aber nicht nur das,  es stärkt auch das Bewusstsein, dass hinter jedem Stück Fleisch, das wir essen, auch ein Tier gestanden hat mit einem Anrecht auf ein artgerechtes Leben. Fleisch ist kein Billig-Produkt, sondern ein hochwertiges Lebensmittel. Und gerade hier trifft das Sprichwort zu.           “ Weniger ist oft mehr“

Unser Alpines Steinschaf

 

Bauli unser 2. Zuchtbock
Bauli unser 2. Zuchtbock

Heuer konnten wir einen 2. Zuchtbock  namens Bauli ersteigern, der zusammen mit der neuen Generation ( den Töchtern unseres Adam ) für Nachwuchs sorgt. So haben wir nun 2 getrennte Herden und können die Herdbuchzucht der vom Aussterben bedrohten Alpinen Steinschafe festigen bzw. unseren Anteil dazu beitragen, dass diese alte Schafrasse erhalten bleibt. Auch bei unseren Schafen gibt es inzwischen die Möglichkeit ein Lamm zu leasen, mit der zusätzlichen Option, das Lammfell biologisch gerben zu lassen.

Zusammenfassend gesehen bin ich der Ansicht, dass eine kleinzellige, bäuerliche Landwirtschaft nur dann funktionieren und überleben kann, wenn auch die Kunden mit eingebunden werden und sich kleine Höfe in einem Netzwerk zusammen schließen.

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