Schweineleasing – eine Form der solidarischen Landwirtschaft

Schweineleasing erfreut sich einem wachsendem Interesse

Es freut mich sehr, dass unser Projekt “ Schweineleasing“ immer mehr Zuspruch gewinnt und unser Kundenkreis dadurch wächst. Und ich möchte mich bei allen Kunden bedanken, die dadurch auch eine gewisse Wartezeit in Kauf nehmen, um ihr eigenes Schwein zu „leasen“.  Jeder einzelne Kunde hilft uns dabei, eine alte Schweinerasse wie das Turopolje-Schwein zu erhalten und auch einer kleinzelligen bäuerlichen Landwirtschaft das Überleben zu sichern. Eine artgerechte Aufzucht in Freilandhaltung, die den Schweinen ihren natürlichen Lebensraum ermöglichen, ist allerdings auch mit einem größeren Aufwand und Platzbedarf verbunden.

Biohof Hausberg erweitert sein Netzwerk

Wie schafft man es, einem steigendem Interesse am Schweineleasing zu entsprechen, ohne dass man  Qualität und Haltungsform verändert, da wir nur einen beschränkten Patzbedarf zur Verfügung haben ? Mengenmäßig einfach nur vergrößern und dadurch vielleicht Einbußen an den Lebensbedingungen und der Haltungsform unserer Schweine in Kauf zu nehmen, kommt für uns nicht in Frage.

Und genau hier liegen die Chancen, kleinzellige bäuerliche Landwirtschaften in einem Netzwerk zusammen zu schließen.  Deshalb freuen wir uns, mit Claudia Haspelhuber und Stephan Mendler vom Reisnerhof  eine Partnerschaft aufgebaut zu haben, mit den gleichen Interessen und Einstellungen zur bäuerlichen Landwirtschaft, wie wir sie haben. Durch eine offene und ehrliche Zusammenarbeit ergeben sich weitere Chancen für beide Höfe und gemeinsam können wir dadurch eine artgerechte Freilandhaltung unserer Leasing-Schweine gewährleisten, mit genügend Platz zum graben, suhlen und wohlfühlen.

Der Reisner-Hof in Rotthalmünster

Stefan Mendler  Sommer auf der Schweineweide
Stefan Mendler Sommer auf der Schweineweide

Claudia und Stephan betreiben den Reisner-Hof in Rotthalmünster. Eine kleinzellige bäuerliche Bio-Landwirtschaft mit Getreideanbau, Schafen und eben unseren Turopolje-Schweinen. Angefangen hat es vor ca. 2 Jahren, als sie von uns ihre ersten Ferkel gekauft haben. Inzwischen haben sie sich für die Bio-Landwirtschaft entschieden und eine größere Fläche von ca. 2,5 Hektar eingezäunt, die genügend Platz und Futterreserven für die Freilandhaltung und Aufzucht der Ferkel bietet.

 

 

Unser Modell der Zusammenarbeit in einem Netzwerk

Stefan Mendler Turopolje-Schweine in Freilandhaltung
Stefan Mendler Turopolje-Schweine in Freilandhaltung

Nach einigen Überlegungen über verschiedene Modelle einer Zusammenarbeit haben wir uns entschlossen, dass der Biohof Hausberg mit den Zuchtsauen  die „Ferkelerzeugung“, übernimmt, während der Reisnerhof die Aufzucht der Ferkel gewährleistet. So können wir durch eine gemeinsame Zusammenarbeit auch einem größeren Kundenkreis die Möglichkeit des „Schweineleasings“ anbieten, ohne dass die Qualität und die Haltungsform darunter leidet. Die Ferkel, die bei uns auf dem Hausberghof geboren werden, dürfen ihre ersten 8 bis 10 Wochen bei Ihren Müttern bleiben, bevor sie abgesetzt und geohrmarkt werden. Danach zieht ein Großteil der Ferkel um zum Reisner-Hof, wo diese bis zum Alter von ca. 12 – 15 Monaten  ihr Leben innerhalb einer  Rotte in der großzügigen Freilandhaltung verbringen dürfen. Selbstverständlich ist jeder unserer Kunden, die ihr eigenes Schwein auf dem Hausberghof besuchen wollen, auch auf dem Reisner-Hof willkommen.

 

Ein Gedanke zu „Schweineleasing – eine Form der solidarischen Landwirtschaft“

  1. Schweineleasing – das ist ja super! Da weiß man direkt, was für ein Schwein man dann haben kann. Besonders gefällt mir, dass die Tiere fast dreimal so lange mit ihren Artgenossen leben dürfen wie anderswo überhaupt vor der Schlachtung. Eine gute Idee, gemeinsam mit anderen Menschen bewusst und human Konsumgüter zu schaffen und dennoch nicht vor lauter Gutmenschentum den Profit zu vergessen. =)

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